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Architektur vom Feinsten


Kiel (hmm) – Die allseits beliebige Stadt an der Förde ist um drei architektonische Touristenattraktionen reicher. Das Stadtbild wird durch diese Bauwerke – u.a. der Anbau der Deutschen Bank in der Holtenauer Straße und der Neubau eines Rathauses in der Esmarchstraße – noch lebhafter, schöner, menschlicher.

Zur Umschichtung der Vermögensverhältnisse der Deutschen Bank AG hat sich der Betrieb entschlossen, seine Filiale durch einen ausgeklügelten Freilufttresor zu erweitern. Auf diesem formschönen Objekt werden 100-Mark-Scheine frischgehalten. Zur Sicherheit wurde vor die „Balkon”tür ein apartes Gitter genagelt. Photo: D. Biel

Im Zuge der Dezentralisierung und Privatisierung und Miniaturisierung des Stadtverwaltungs-Apparates wurde vom Unternehmen KLOBUS ein dezentes mint Einmann-Rathaus instantiiert. Der Bürgermeister Kellinghusen machte gleich am Tag der Eröffnung deutlich, daß er gewillt ist, als leuchtendes Vorbild für die Jugend dienen zu wollen – er wird am 12.10. eingezogen. Bis dahin domizilisiert er noch eine Weile in seiner praktischen, übersichtlichen und 0,5 qm großen ausgelagerten Amtsstube. Ungestört von Kollegen und Bürgern kann er hier seinen Geschäfte nachgehen.

Endlich hat auch Kiel sein „Santa Fu”-Restaurant mitten im Grünen der Mettenhofer Stadtwüste. Das Gebäude fügt sich formschön in die bestehende Naturarchitektur ein. Angeboten werden in der hochmodernen Sicherheits-Kneipe 120 karg bestückte Stehplätze. Besonders viel Wert legten die Betreiber auf die ungestörte Einnahme der Mahlzeiten um Punkt 12 Uhr. Ein eigens dafür angelegter 5 Meter hoher Stacheldrahtzaun sichert den ungestörten Genuß von Wasser und Brot. Anschließend bietet sich die Gelegenheit, bei einem zünftigen Hofgang etwas für seinen Verdauungstrakt zu tun. Zu dem besonderen Ambiente von Santa Fu zählen ca. 8 Wolken, die das Gebäude weiträumig säumen sowie die idyllische Lage inmitten von Kies und Sand. Gerüchen zufolge ist das Essen sehr gut für die Zellen.