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In der letzten Folge ging es darum, wie man neue Staubsaugerbeutel im Zusammenhang mit der sublunaren Phase in einen handelsüblichen Kaffeefilter verwandelt. Das war die wichtige Vorstufe unseres Programms für den passionierten Kaffeeleser.
Seit Jahrhunderten sind medial begabte Kaffeetrinker dazu in der Lage, Omen oder Auspizien aus Kaffeesätzen zu lesen. Die schonungslosen Prognosen schlugen manchem auf den Magen. Schon immer wurden diese weisen Wahrsager von den gläubigen Anhängern bewundert, verehrt und glorifiziert, obwohl deren Leistungen eigentlich nichts Außergewöhnliches darstellen wie Sie in dieser Folge selbst sehen werden.
Nehmen wir zum Einstieg den ganz einfachen Standard-Kaffeesatz (den sog. K1): Mhmmm!. Früher gewann man daraus die geheime Botschaft, es habe wohl geschmeckt. Wer das heute sagt, gilt gemeinhin als etwas einsilbig.
K2: Dein Kaffee ist ja ganz nett aber Du...?
Der Sprecher dieses Kaffeesatzes ist ein Flegel. Er wird es einmal sehr schwer im Leben haben. Aber er ist ehrlich und weiß das Wesentliche zu schätzen. Wahrscheinlich wurde er im fünften Wägemonat des Kaffee geboren.
K3: Alles kalter Kaffee!
Hier haben wir den Prototyp des Kalten Kriegers vom Geschmacksnerv. Generalisten dieses Kalibers bringen immer alle um die gleiche Ecke. Außerdem können sie zwischen Wärme und Kälte nicht mehr unterscheiden. Diese Menschen sollte man nicht lieben.
K4: Der Kaffee duftet aber herrlich heute fast wie frisch gepreßt...
Hier haben wir es mit dem Onkeltyp zu tun, dem sogenannten Mitschnacker. Mit einem sonnengereiften, 13monatigen Lächeln auf den dehydrierten Lippen macht er sich insbesondere an Kinder ran und scheut auch vor Orangenkaffee nicht zurück. Außerdem trägt er immer ein paar Sachen hinter dem Rücken und lebt in irgendeinem Kaff im Taunus.
K2000: ... er landet sportlich...
Dieser Mensch hat offensichtlich keine Ahnung von Kaffee. Das Leben kommt ihm vor, als wäre er laufend im falschen Film.
Solchen Mühen mußten sich also unsere Vorfahren immer unterziehen, wenn sie etwas über die Zukunft wissen wollten. Heute nimmt uns glücklicherweise die Postindustrie diese Mühen kaltgeröstet ab. Insbesondere der Pionier der röstfrischen Neuzeit, Hugo Humburg, beglückte den Markt mit seinem Idee-Kaffee, der für gestreßte Kaffeesatzleser einen Großteil der erforderlichen Phantasie-Arbeit übernimmt.
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Diese neueste Sorte autokreativer Heißwasseraufgußgetränke ist in der Lage, nur Bruchteile von Sekunden nach dem Trinken des letzten Schlucks aus den in der Tasse verbliebenen Kaffeeresten selbsttätig originelle Muster zu formieren.
Einige vielsagende Beispiele:
Mit dieser eingängigen Mitteilung beginnt dieser Kaffee die tägliche Sitzung und bringt sich mit diesem Schmankerl noch einmal in Erinnerung. Ein einfaches Schütteln genügt, um den nächsten Satz herbeizuzaubern. Etwa:
Ihr Kaffeesatz hat offensichtlich Beziehungsprobleme. Die Anschaffung einer Zweittasse ist ratsam.
Seien wir ehrlich: Sie haben zu tief in die Tasse geschaut, Ihr behenkeltes Behältnis hat sich am Auge festgesaugt.
Meinen Glückwunsch jetzt sind Sie ein echter Educhauvi!
Ihr Carl Blackthroat Meier,
MBA (Magician of Black Arts)
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