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Peter Marwitz Esmarchstraße 64 2300 Kiel 1
An den
Ernst Klett Verlag
für Wissen und Bildung
Postfach1o6o16
7ooo Stuttgart 1o
Kiel, den 28.2.1992
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bin ein Pädagoge alter Schule und leite meine Klassen mit den Methoden, die mir schon mein Vater vorgelebt hat. Trotz dieser eigentlich bewährten Traditionen mehrten sich in letzter Zeit kritische Stimmen an meinem Lehrstil.
Daraufhin habe ich mich also mit den modernsten Pädagogik-Büchern (auch aus Ihrem Verlag) eingehend befaßt - doch der Erfolg bleibt aus. Anstatt, daß mir die Kinder besser gehorchen, geraten sie immer mehr außer Rand und Band.
Das Problem besteht nämlich darin, daß diese neumodischen Lehrbücher beim Zuschlagen viel zu leicht aus dem Leim gehen und dann nicht mehr verwendbar sind. Außerdem stellen diese Werke (aufgrund von Sparmaßnahmen?) oftmals kaum mehr als dünne Heftchen dar, und sind damit also keine wirksame Abschreckung und Bestrafung mehr.
Wie von mir schon vermutet, kann man mit diesem neumodischen Pädagogiktheorien folglich nicht viel anfangen - das Althergebrachte ist und bleibt unübertroffen!
Ich möchte Ihnen deswegen den Tip geben, Ihre zukünftigen Schulbücher wieder mit einem sehr stabilen Einband zu versehen, auf einen entsprechenden Umfang zu achten und vor allem dafür zu sorgen, daß man diese Bücher in vernünftiger Art und Weise auch zum Werfen verwenden kann, um damit die faulen Lümmel der letzten Bankreihen erwischen zu können, ohne daß man eigens den gesamten Klassenraum durchschreiten muß. Viele meiner Kollegen wären bestimmt ebenfalls sehr dankbar für eine solcherlei verbesserte Praxisbezogenheit des Stoffs. Ansonsten bliebe wohl doch nur der Weg zurück zum Rohrstock.
Bitte teilen Sie mir doch recht bald mit, ob Sie meine Anregungen aufgreifen.
Mit herzlichem Gruß
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