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Eßbare Videobänder

Bordell auf Rädern

52 Adventssonntage

Lange Leitung (T.kom)

Briefe 16.10.91 – 26.11.91

3.12.91 – 19.1.92

27.1.92 – 28.9.92

4.1.93 – 1.11.94


   Brief an Duales System
   Oberpostdirektion Kiel
   Dr. Soldan / Em-eukal
   Bundesverkehrsminist.
   Brief Sägenproblematik
   Brief an Stadtwerke Kiel
   Brief an Bestattungsins.
   Brief an Dr. Oetker
   Brief an die UNO

7.11.94 – heute

Texte aus dem Buch

>> Letztes Update

Michael Schmidt-Brodersen • Immelmannstr. 25 • 23 Kiel 17

An
Oberpostdirektion Kiel
Fabrikstraße 7

2300 Kiel

Kiel, den 4.1.1993


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hoffe, ich wende mich mit meinem Problem an die Richtigen.

Im Zuge der sogenannten "Sekundärrohstofferfassung", also dem Dualen System, habe ich mich stets bemüht, meinen Müll in die richtigen Tonnen zu schmeißen. Mit Erfolg. Hausmüll in die grauen, organische Abfälle in die braunen und so weiter. Auch für Sondermüll, wie Batterien, Säure, Leuchtstoffröhren und Medikamente etc. fand ich bisher den angemessenen Entsorgungsplatz: Nämlich in Ihren kleinen, bürgerfreundlich flächendeckend aufgestellten gelben Tonnen. Der rote Punkt versicherte mir, daß die Kästen regelmäßig von qualifiziertem Personal geleert wurden. In Ihre "normalen" gelben Tonnen, ohne roten Punkt (die ja leider immer seltener werden) werfe ich auch wirklich nur Altpapier, manchmal sogar frankiert. Sie wissen ja: Nur unfreie Sendungen kommen garantiert am nächsten Tag an!

Ein großes Problem ist das mangelnde Fassungsvermögen dieser Behälter: Kaum entleert, sind sie schon wieder bis zum Rand gefüllt, und alte Zeitungsstücke und ausgelesene Pornohefte quellen aus allen Ritzen und Schlitzen. Offensichtlich haben Sie den Handlungsbedarf endlich erkannt, und seit dem 1. Januar 93 veranlaßten Sie ja, daß Ihr Partnerunternehmen "Duales System Deutschland mbH" wesentlich größere gelbe Tonnen bereitstellt. Vielen Dank dafür, eine tolle Idee! Das nenne ich mal praktizierte Bürgernähe.

Aber... seitdem ich meine Post nun in diese neuen Kübel werfe, kommt sie nur noch in den seltensten Fällen an! Auch der Abstand zwischen zwei Leerungen (zwei Wochen!!) ist einfach nicht zu tolerieren. Als auf termingerechte Zustellung meiner Briefe angewiesener Geschäftsmann möchte ich hier um Abhilfe bitten - jedenfalls in Kiel-Holtenau. Dies ist doch noch eine großartige Gelegenheit, weitere Bürgernähe zu zeigen.

Bitte lassen Sie mich Ihre ENtscheidungen wissen. Vielen Dank für Ihre Mühe schon mal vorab.

Mit unfrankierten Grüßen

  Antwort OPD-Kiel