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Lassen Sie uns mal ehrlich sein. Wir machen das Ganze hier nicht für Geld, nicht für Ruhm... obwohl, wenn wir's uns recht überlegen... ein bisschen Ruhm wäre schon nicht schlecht. Und wenn's zum Ruhm nicht reichen sollte, tut's auch die Ehre. Und gegen Geld haben wir eigentlich auch nichts. Doch neben dem Enthusiasmus, der Begeisterung für schräge Beiträge, Nonsense und des têxtes perplèxes halten wir es eben keine fünf Minuten aus, ohne gelesen, rezipiert und rezensiert zu werden.
Alles begann in den Iden des Jahres 1984 nur 1000 Jahre nachdem Erik der Rote gerade Vinland entdeckt hatte, begab es sich zu der Zeit des Physikunterrichts, dass sich das Gespräch der beiden Autoren am gemeinsamen Hobby Computer entzündete. Hass- und Angstgegner war schon damals die Commode 64 flugs gründeten sie die globale Gegeninitiative ATAP (ATariAPple), die zunächst grandios erfolglose Software wie das SuZaRa (Superzahlenraten) und nur wenige Jahre später die ersten für Menschenaugen lesbaren Texte hervorbrachte. Und jetzt, wieder zwei Jahrzehnte darauf, da Disketten und Papier allmählich rapide das Zeitliche segnen, erklimmen wir eine neue Stufe der medialen Kompetenz: wir klatschen einfach alles ins Internet. Natürlich erst nach reiflicher Neuformatierung und handverlesener Veredelung.
Wer sind wir eigentlich, dass wir Ihre kostbare Bandbreite mit unseren Texten verengen und geistigen Horizonte zukleistern? Peter M. und Michael K.
Erstgenannter verbringt seit Jahr und Tag (und Nacht) sein Leben mit Dümpeleien im großen Stil. Wie gut, dass er in Kiel wohnt, wo von Haus aus und seit jeher alles dümpelt Schiffe, Wolken, die Welt um uns herum und all das. Neben dem leidenschaftlichen Dümpeln macht er hin und wieder auch ein paar Webseiten, bringt Bücher in die geeignete Form und sonnt sich im Altruismus, badet in nicht vorhandenem Geld und legt als Kieler SzeneStar-DJ Platten auf, bis die Ohren bluten oder jemand ans DJ-Pult tritt und sich etwa Franz Ferdinand oder Maximo Park wünscht. Seine subjektiv empfundenen 300 Jahre Studium hat er übrigens an dieser Stelle ebenfalls vergessen.
Obwohl Selbstdarstellung Zweitgenanntem so fremd ist wie dem Medium Internet, zwingen die Umstände ihn gleichwohl dazu, seinem Drang zu öffentlicher Selbstbeweihräucherung nachzugeben. Schon jenseits der 30, ist alles Geschriebene von Bedeutung, auf das er zurückblicken kann, das hier Veröffentlichte. Was ein bedenkliches Zeichen sein sollte und eigentlich Grund genug, das Schreiben endlich sein zu lassen. Und stattdessen Kinder zu unterrichten, aus ihrem Leben mehr zu machen und zu vermeiden, in 5 1/2 Wochen 22 Kilo abnehmen zu müssen, um in letzter Sekunde noch verbeamtet zu werden.
Das kommt ja nicht von ungefähr.
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